Willkommen!

Hallo ihr alle! Schön, dass ihr treuen Leser den Weg auf meinen Blog gefunden habt! Kommentare sind immer erwünscht, entweder direkt hier oder an laura.waechtler@web.de Liebe Grüße aus Kanada, Laura

Besucherzähler

Archiv

Juni 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 
 
 
 
 

Aktuelle Beiträge

Mein Osterwochende
Sorry, ich war in letzter Zeit ein bisschen faul, was...
Lau.ra - 10. Apr, 21:56
Wo ist denn bei diesem...
Sonntag waren wir dann bei schoenem Wetter eine Runde...
Lau.ra - 4. Apr, 21:56
Frischer Fisch!
Freitag morgen war ich im A-Block wieder Tennis spielen....
Lau.ra - 1. Apr, 19:46
Knapp ein Jahr...
... ist vergangen seit dem letzten Eintrag! Ein Jahr,...
Lau.ra - 29. Mär, 22:00
Addicted to Canada?!?...
Ein vorerst letztes Hallo aus Kanada! Ich sitze gerade...
Lau.ra - 28. Apr, 02:42
Uhren in Kanada gehen...
... wie kann es sonst sein, dass ich schon über eine...
Lau.ra - 24. Apr, 05:49
I'm back again!
Hallo meine lieben Leser! Es ist schon ein Dreivierteljahr...
Lau.ra - 19. Apr, 06:18
Bye, bye Canada and hello...
Seit meinem letzten Blogeintrag ist viel Zeit vergangen....
Lau.ra - 2. Aug, 16:48

Suche

 

Freitag, 30. April 2010

Keine Zeit zum Schreiben

Gerade erst bin ich aus der Schule zurückgekommen, und gleich soll es weiter gehen: Übers Wochenende gehe ich mit meiner Gastfamilie campen am French Beach. Da ich auch die letzten Tage außer zum Schlafen kaum zuhause war, leidet mein Blog ein bisschen darunter. Morgen werden wir allerdings zurück sein, und da werde ich alles aufholen. Versprochen ;-)

Dienstag, 27. April 2010

Nichts Spannendes

Ich glaube, diese Überschrift beschreibt es ziemlich gut. Um einfach mal ein Lebenszeichen von mir zu geben, schreibe ich mal von meinem heutigen Tag. Heute fing schon ziemlich frustrierend an, nachdem es die ganzen letzten Tage eigentlich immer schön und frühlingshaft an, war der Himmel heute morgen eine einzige graue Wolke. Obwohl es nicht regnete habe ich meine Regenjacke lieber mal mitgenommen, denn das Wetter kann sich hier innerhalb von Sekunden ändern - West Coast Wetter halt. In die Schule gings mit dem Bus, da ich eigentlich mein erstes Baseball-Spiel nach der Schule haben sollte, worauf ich mich schon unheimlich freute, und deshalb konnte ich nicht mit dem Rad nach Hause fahren. Block A war Psychologie, da haben wir einen Film über die Entwicklung der Genitalien in der Pubertät geschaut, da unser aktuelles Thema gerade Entwicklung von der Geburt bis zum Erwachsensein ist. Nicht gerade sehr spannend. In Outdoor Ed dachte ich eigentlich, dass wir Kanu fahren gehen, doch ich hatte mich vertan, unsere Gruppe ist erst morgen dran. Nach dem Wetter schon die 2. Enttäuschung heute. Die 3. sollte dann während Lunch folgen, denn es gab eine Durchsage, dass es diese Saison kein Baseball-Team gibt, da es nicht genügend Spieler gibt und somit auch das Spiel heute nicht stattfindet. Ziemlich frustriert bin ich dann zu Mathe gegangen, wo ich mich wenigstens über meine 99% im Series & Sequences Assignment freuen konnte. Auf foods hatte ich mich schon den ganzen Tag gefreut, doch wir haben nur einen Kräutergarten angeleht, was auch nicht gerade spannend war. Als ich nach der Schule mit Anna hin- und herüberlegt habe, ob wir bei diesem Mistwetter zu Fußball gehen sollen oder nicht, inzwischen hat es nämlich angefangen zu regnen. Die Entscheidung nahm mit dann Franzi ab, die mich gefragt hat, ob wir zusammen zu Starbucks gehen wollen, um für den morgen anstehenden Mathe-Test zu lernen. Ein warmer Coffee und ein leckerer Chocolate-Chip-Cookie erschien mir dann doch um einiges reizvoller, sodass ich mich mit Franzi auf den Weg zu Starbucks gemacht habe. Allerdings haben wir festgestellt, dass man für das Thema eigentlich nicht viel lernen kann, also sind wir nach einer knappen Stunde wieder Richtung Bus gelaufen. Auf den Weg dahin wurden wir von dem starken Wind fast weggeweht. Gut, dass ich meine 100%waterproof-windbreaker-300$-WestCoastTrail-taugliche-Stormtech-Regenjacke, die Franzis hostuncle, der bei der Firma arbeitet für unglaubliche 65$ besorgt hat, besorgt hat, dabei hatte.
Zuhause angekommen, rief mich meine Gastmutter an, ob das Baseball Spiel denn nicht stattfinde, sie sei am Baseball Feld, um mich abzuholen, doch da sei keiner. Sie hatte nämlich meine text message nicht bekommen, dass Baseballausfällt, da mein ziemlich unzuverlässiger Handyanbieter öfter mal macht, was er will.
Also liebe daheimgebliebenen Deutschen: Ihr seht, dass in Kanada auch einiges schieflaufen kann, ich hoffe ich habe euch nicht zu sehr gelangweilt, mit meinem etwas langen Tagesbericht. Genießt euer Frühlingswetter! :)

Samstag, 24. April 2010

Hiking auf Mt. Finlayson

Nach der Schule wollte mich meine Gastmutter eigentlich um 2 Uhr abholen, doch um 2:10 rief sie mich an und sagte mir, dass sie immer noch bei der Arbeit sei und nicht wegkönne. Da wir mit unserer Outdoor Ed Klasse heute nach der Schule auf eine Wanderung auf Mt. Finlayson, der ungefähr eine Stunde entfernt ist, war das natürlich nicht so gut, weil ich somit keine Mitfahrgelegenheit mehr hatte. Alle anderen sind schon losgefahren um nicht zu spät zu kommen, nur zwei Jungs waren noch da. Denen habe ich dann von meinem Problem erzählt und sie haben mir gleich angeboten mich mitzunehmen. Allerdings dürften Kanadier, die ihr "N" haben (Kleiner Abschwenk zur kanadischen StVO: 16-jährige Kanadier machen hier ihr "L", dazu müssen sie einfach nur eine schriftliche Prüfung machen, ähnlich unserer Theorieprüfung, einen Fahrtest müssen sie allerdings nicht ablegen. Dann fahren sie ein Jahr mit ihren Eltern oder einem anderen Erwachsenen rum, der ihnen das Fahren beibringt, hier gibt es nämlich so gut wie keine Fahrschulen. Nach einem Jahr mit ihren Eltern an der Seite, bekommen sie dann ihr "N", das heißt, dass sie alleine fahren dürfen, allerdings immer nur eine Person (Ausnahme: Familienmitglieder) mit dabei können)
Ich wollte die beiden nicht in Schwierigkeiten bringen, also habe ich ihnen gesagt, dass ich mir eine andere Mitfahrgelegenheit suche. Allerdings war keiner mehr da, sodass ich ein bissl verzweifelt in der Schule rumgelaufen bin und schließlich Alicia getroffen habe und ihr von meinem Problem berichtet habe. Alicia hat mir daraufhin die Handynummer von unserer Lehrerin gegeben, die schon unterwegs war. Als ich ihr erzählt habe was los ist, hat sie gleich umgedreht, um mich an der Schule wieder abzuholen. Das ist schon wieder so typisch für Kanada - und so untypisch für Deutschland - 1. Schüler haben die Handynummern von ihren Lehrern und 2. ist es für einen Lehrer überhaupt kein Problem dich irgendwo mithin zu nehmen.
Am Fuße des Mount Finlayson angekommen, haben dann schon unser anderer Lehrer, sein Sohn und seine zwei Hunde und der Rest meiner Klasse auf uns gewartet. Los ging's also mit unserem Hike. Es war weniger eine Wanderung als eine Bergerklimmung, denn das ganze ging richtig steil bergauf - und damit meine ich nicht unbedingt steile Wanderwege, sondern richtige Felsen die wir hochklettern mussten. Zusätzlich hat es noch richtig doll geregnet, was die Steine noch richtig schon glitschig und rutschig gemacht hat. Und wer mein Klettertalent kennt, weiß, dass ich vor Klettern ordentlich Respekt habe. Mir war es eindeutig lieber sicher anzukommen, sodass ich lieber mal langsam gemacht habe, als irgendwo abzurutschen und den erschreckend steilen Abhang runter zu fallen! Als Steven, der mich die ganze Zeit begleitet hat, und ich dann schließlich auf der Spitze angekommen sind, kamen uns die anderen gerade schon auf dem Rückweg entgegen. Naja immerhin war ich sicher oben. Auf dem Weg nach unten hat's mich dann zwar einmal richtig hingelegt, aber mir ist nichts weiter passiert, sodass ich schließlich sicher unten angekommen bin.

Donnerstag, 22. April 2010

Tarp Check, Tent Check, Peer Check, Stove Check - Die Vorbereitungen auf den West Coast Trail 2010 laufen!

Block B vor dem Outdoor Ed Raum - ca. 40 Schüler mit riesigen Rucksäcken, die fast größer als sie selbst sind. Es sieht so aus, als würde es auf Klassenfahrt gehen, eben eine Hiking Klassenfahrt.
Der Grund für das Ganze war der heute anstehende "Peer Check" - das heißt, dass jeweils ein anderer die riesige "Gear List", die wir bekommen haben durchcheckt, das heißt, schauen, dass alles vorhanden ist. Also sind wir in unser schuleigenes Fitnesstudio gegangen, wo genügen Platz war, dass jeder seine Sachen ausbreiten konnte.

BILD0221

Mir fehlen nur noch fünf Dinge: zwei Mülltüten, eine Zahnbürste, genügend fuel für den Camping-Herd, eine Armband Uhr und genügend non-cotton underwear.
Am Montag war Tarp Test, ein Tarp ist einfach nur eine riesige Plastikplane mit der man das Zelt zusätzlich noch vor Regen schützt. Das aufzubauen ist gar nicht zu leicht, wenn man erstmal einen geeigneten Platz für das Zelt gefunden hat, muss man nämlich noch geeignete Bäume finden, an denen man das Tarp befestigen kann. Diese dürfen aber nicht zu weit und nicht zu nah aneinander sein. Wir haben uns mal wieder ziemlich blöd angestellt, aber nach einiger Zeit, und mit einiger Hilfe, haben wir es dann auch geschafft. Am Dienstag war dann Tent Test und das war weniger schwierig, ich hab das vorher schon mit meinem Gastvater ausreichend geübt. Unser Tent hat bestanden :-)
Morgen ist dann Stove Test, da müssen wir was auf dem Camping-Herd kochen.

Samstag, 17. April 2010

Report Cards

Gestern gab es bei uns in der Schule die Term 3 Report Cards. Nach dem A-Block, gab es heute TAG, das steht für teacher advisory group, und das kann man am ehesten mit der Klassenlehrer/Tutor-Stunde in Deutschland vergleichen, auch wenn es hier natürlich keine Klassen gibt.
Dort haben wir dann unsere Report Cards ausgeteilt bekommen.

BILD0220

So sieht also ein kanadisches Zeugnis aus. Leider kann man es nicht so ganz lesen aufgrund der Größe, aber hier sind mal meine Noten:
Principles of Math 12 - 94%
PE 12 Outdoor Education - 88%
Food & Nutrition 11- 81%
Psychology 11 - 93%
Daneben steht immer noch ein Kommentar von dem Lehrer, allerdings sind das immer nur so Standart-Kommentare, die sie bei jedem Schüler hinschreiben.
Ich bin zufrieden mit meiner Report Card, auch wenn es hier natürlich nicht wirklich zählt, solange ich nirgendwo durchfalle.

Samson ist gestorben

Für alle die, die es noch nicht gehört haben: Gestern, am 15.04.2010, ist unser geliebter Familienhund Samson gestorben.
Papa hat es mir gestern Morgen meiner Zeit direkt nach dem Aufstehen per Skype erzählt.
Natürlich hat mich die Nachricht schockiert und ich bin so traurig, dass ich es überhaupt nicht in Worte fassen kann.
Sammy hat seit fast 10 Jahren bei uns gelebt, das ist mehr als mein halbes Leben, er war ein Familienmitglied und ich kann es immer noch nicht begreifen, dass, wenn es klingelt, keiner mehr bellt, dass sich keiner mehr auf meinem Teppich wälzt, dass keiner mehr auf das übliche morgendliche Leckerli wartet, wenn ich aufstehe und dass mich, wenn ich nach Hause komme, keiner mehr schwanzwedelnd begrüßt.
Auch wenn er viele Erkrankungen hatte und es ihm jetzt wahrscheinlich besser geht, es fällt mir so schwer Abschied zu nehmen.
Samson - Du warst der beste Hund überhaupt!
Du bleibst immer in unseren Herzen!

Samson

Mittwoch, 14. April 2010

Baseball

Franzi und ich haben uns schon seit längerem mal vorgenommen, was richtig nordamerikanisches (mal abgesehen von Burger essen) auszuprobieren. Die Gelegenheit dazu kam, als wir vor ein paar Wochen einen Spare in Outdoor Ed hatten und mit ein paar anderen Mädels aus unserem Kurs zusammen saßen. Da kam nämlich eine Durchsage, dass alle Mädels, die an Baseball interessiert seien, sich zu einem Meeting in der Lunchpause treffen sollten. Erst zögerten wir noch ein bisschen, doch schließlich wurden wir von den anderen Mädels überredet.
Heute fand dann also das erste Training statt. Eigentlich ist Dienstag ja Judotag und auf dem Gang hat mich meine Fußballtrainerin auch angesprochen, dass wir heute ein Spiel hätten, was ich voll verschwitzt hatte, doch da ich meine Sachen nicht dabei hatte, konnte ich da nicht hin. Judo ist wegen einem Teacher-Meeting ausgefallen, also bin ich mit Franzi zum Baseballtraining gegangen. Vorher hatte ich keine Ahnung von Baseball, ich wusste nur, dass es Leute gibt, die fangen, und einen, der mit einem sehr gefährlichen Schläger versucht, den Ball so weit es geht zu schlagen und dann rennen muss. Von irgendwelchen Regeln und wann genau jemand "out" ist, hatte ich keine Ahnung.
Erstmal haben wir ein paar Sachen besprochen, ehe wir mit ein paar Würfen angefangen haben. Die anderen Mädels aus meinem Team haben zwar alle schon mal Baseball gespielt, doch waren sie alle nett und hilfsbereit und haben Franzi und mir das Wichtigste gezeigt. Am Ende haben wir dann noch ein kleines Übungsspiel gemacht, wo wir dann auch mal schlagen durften. Ich habe sogar getroffen :-)

Dienstag, 13. April 2010

Mein Wochenende

Mein Wochenende habe ich eigentlich komplett mit Freunden verbracht: Am Freitag war ich mit einer gemixten Gruppe aus Kanadiern und Deutschen zusammen im Kino. Erst waren wir in einem typischen american Burger - Restaurant, das von innen wie eine Almhütte aussah, zu Abend essen. Die Tische waren mit Papiertischdecken gedeckt und auf jedem Tisch stand ein Becher mit Wachsmalstiften, sodass wir, während wir aufs Essen gewartet haben, viel Spaß dabei hatten, unser mehr oder weniger künstlerisches Talent auszuleben ;-)
Danach ging es ins Kino nebenan, wo wir, nachdem wir Ewigkeiten in der Warteschlange gestanden haben, gerade noch Karten für "Alice in Wonderland" ergattert haben. Den Film hatte ich zwar eigentlich schon gesehen, aber ich bin trotzdem mitgekommen.
Kanadische Kinotickets sind nicht wie unsere deutschen, wo man sich die Plätze schon vorher aussuchen kann (und dann auch dementsprechend mehr für die letzen Reihen bezahlt), hier ergattert die besten Plätze derjenige, der zuerst da ist, denn die Karten sind nicht numeriert. Da wir ziemlich spät dran waren, waren die einzigen freien Plätze in der 2. Reihe! Ich kann meinen Nacken immer noch spüren ...
Am Samstag habe ich mich dann mit Franzi und Franzi in Victoria verabredet. Da es ein wunderschöner Tag war, haben wir uns unseren Lunch bei subway besorgt und sind in den Beacon Hill Park, einen wunderschönen Park fast direkt am Meer gegangen.

BILD0205

Am Sonntag ging es mal wieder auf Westcoast Trail Vorbereitung. Ich bin mit dem Bus und einem 45 lbs Rucksack zu Franzi's Haus gefahren und von dort aus haben wir uns dann auf dem Weg zum Pickles Bluff gemacht, wo ich schon in einer meiner ersten Wochen mit meinen Gasteltern war. Ganz schön anstregend, vorallem da es auf dem Hinweg die ganze Zeit bergauf ging und ein 45 lbs Rucksack erschwert die Sache natürlich nochmal. Am Pickles Bluff angekommen, haben wir uns über meine Vorräte an dehydrierten Früchten hergemacht, während wir die tolle Aussicht über die Halbinsel genossen haben.

Nach dem Abendessen bin ich dann mit meinen Gasteltern zum Island View Beach, einen tollem Strand nicht weit von Sidney gefahren, wo mir mein Gastvater zeigen sollte, wie man am besten ein Lagerfeuer macht, da mich meine letzte Outdoor Ed Stunde doch ein wenig frustriert hat. Komischerweise habe ich es am Strand ganz alleine geschafft das Feuer am Brennen zu halten und nach wenigen Minuten prasselte ein schönes Feuer in der Dämmerung am Strand. Einfach wunderschön! Am Morgen hatte ich noch Teig für Stockbrot vorbereitet, das wir dann über dem Feuer gebacken haben.

Samstag, 10. April 2010

Vancouver mit den international students

Blauer Himmel, Sonnenschein: Es könnte kein perfekteres Wetter für einen Tag in Vancouver geben, auch wenn es gastern vielleicht ein bisschen kalt war.
Morgens hat mich mein Gastvater um 6:30 am Swartz Bay Ferry Terminal abgeliefert, wo auch schon einige der anderen internationals gewartet haben. Um 7:10 ging es dann leicht verspätet mit der Fähre nach Vancouver. Ich habe mich die ganze Zeit mit Franzi, Franzi und Mareike, eine von den neuen Austauschschülern, unterhalten, sodass die Fahrt ziemlich schnell rumging. Am Tswwassen Ferry Terminal in Vancouver wurden wir dann von einem gecharterten Bus abgeholt, der uns dann zur Capilano Suspension Bridge gebracht hatte. Das ganze war ziemlich wackelig und das lag nicht nur am Wind. :-)
Danach hat uns der Bus im Vancouver Aquarium abgesetzt, doch da ich letzen Monat schon in den Aquarien von Victoria und Seattle war, fand ich das ganze jetzt nicht mehr soo interessant. Zum Glück haben wir da aber nur eine Stunde verbracht, ehe wir nach Downtown gefahren sind, wo wir ganze drei Stunden zum Shoppen hatten. Die ersten zwei Stunden waren wir nur auf der Robson Street, das ist die Hauptshopping-Straße, vergleichbar mit der Zeil, doch viiiel größer, ehe wir beschlossen haben in das Nahe Pacific Center zu gehen. Obwohl wir ein paar Leute gefragt haben, konnten wir es irgendwie nicht finden. Als wir dann zum Bus zurückgekehr sind, haben wir dann erfahren, dass wir die ganze Zeit nur ein paar Meter davon entfernt waren, schön blöd, oder? ;-)
Danach hat uns der Bus zurück zur Fähre gebracht und schließlich wurden wir um 20:30 von Franzis hostmum am Ferry Terminal in Sidney abgeholt.

Mittwoch, 7. April 2010

Neue Austauschschüler

Heute sind neue Austauschschüler, die letzten Donnerstag angekommen sind, in die Schule gekommen. Das sind die Leute, die nur für 3 Monate hier bleiben. Heute hatten die also ihren ersten Schultag. Mit ein paar von ihnen habe ich mich unterhalten und irgendwie kamen die Gefühle, die sie beschrieben haben, mir alle so bekannt vor. Woher wohl? ;-) Mein ersten Schultag wirkt für mich immer noch so real, aber heute habe ich zum ersten Mal bemerkt, wie weit weg das doch eigentlich schon ist. Außerdem habe ich bemerkt, wie heimisch ich mich hier schon fühle, wie sehr ich Teil meiner Schule geworden bin und am allermeisten ist mir aufgefallen, was für große Fortschritte ich mit der Englischen Sprache gemacht habe. Als ich die anderen Austauschschüler heute Englisch reden gehört habe, habe ich mal einen ungefähren Vergleich dazu gehabt, wie ich am Anfang gesprochen habe, und wie ich jetzt spreche. Allerdings ist mein Englisch bei weitem noch nicht perfekt, aber ich habe ja auch noch gut 3 Monate hier übrig ;-)

Montag, 5. April 2010

Hiken... zur Abwechslung mal

Ich hoffe, es langweilt euch treue Leser nicht, wenn ich die ganze Zeit nur von meinen Wanderungen berichten, auf jeden Fall waren wir gestern mal wieder hiken. Dieses Mal mit zwei meiner Gastcousinen, meiner Gasttante, meinem Gastonkel und meinen Gasteltern. Eigentlich wollten wir schon am Freitag losgehen und eigentlich sollte es auch ein Trip mit Übernachtung werden, doch ein für Freitag vorhergesagter Sturm machte uns da einen Strich durch die Rechnung. Also sind wir gestern um 10 Uhr morgens bei leichten Regen in Richtung eines Provincial Parks in der Nähe von Victoria gefahren. Auf der Fahrt setzte dann ein Gemisch aus Schnee-Hagel-Regen ein, doch als wir ankamen hatte das glücklicherweise aufgehört. Bepackt mit einem 35 lbs Rucksack machten wir uns dann zunächst auf in Richtung eines Aussichtsplateau, wieder einmal durch dicksten Regenwald, über Stock und Stein und auf und ab. Nach ca. 1 1/2 Stunden kamen wir dann auf einer Aussichtsplattform an, jedoch nicht die, die mein Gastvater eigentlich ansteuern wollte. Trotzdem hatte man eine tolle Sicht über den ganze Wald. Gestärkt durch einen kleinen Mittagssnack, machten wir uns dann auf Richtung Strand, wo wir erstmal an einem riesigen Wasserfall vorbeikamen.

BILD01211

Eigentlich wollten wir am Strand ein kleines Lagerfeuer haben und "Schmors" oder so ähnlich, das sind geschmolzene Marshmallows zwischen zwei Schokoladenkeksen, wie ich gelernt habe, machen, doch da es die ganze Zeit geregnet hat, war dafür kein geeignetes Holz zu finden. Also sind wir vom Strand zurück zum Parkplatz gelaufen, ehe wir von dort, ziemlich erschöpft, wieder zurück nach Hause gefahren sind.
BILD0120

Freitag, 2. April 2010

Von Feuern, die nicht brennen wollen, und Verhaltensweisen, wenn man auf einen Bären oder Puma trifft

Wie die Überschrift schon vermuten lässt, geht es in diesem Bericht über das schönste, coolste und am wenigsten mit Deutschland vergleichbare, aber auch zugleich anstrengenste, und neuerdings auch furchterregenste Fach: Outdoor Ed. Die Vorbereitung für den West Coast Trail (vom 12. - 17. Mai) laufen auf vollen Touren: Essen wird dehydriert (d.h. das Wasser wird entzogen, damit es schön leicht wir und man einfach wie bei einem Instant Meal nur heißes Wasser dazugeben muss), Erste Hilfe und Feuer Kits werden zusammengestellt, Medical- und Lost-and-Alone-Cards werden gemacht und es wird eine Menge über den Trip gesprochen. Gestern war unsere Aufgabe, ein Feuer zu entzünden, sodass es 10 Minuten am Stück brennt. Eigentlich hatte ich das vorher schon mal gemacht und da war es auch nicht so schwer, allerdings war es gesten ein bisschen schwieriger, da das meiste Holz vom Regen der vorherigen Tage noch durchnässt war, sodass es schweirg war, gutes Holz zu finden. Vier andere Mädels und ich haben dann Ewigkeiten versucht, dass Feuer am Ausgehen zu hindern, doch eine richtig große Flamme hatten wir nie. Immerhin ging es den anderen Gruppen nicht viel besser als uns, sodass es wohl nicht unbedingt an unseren mangelndem Talent lag. Danach haben alle ziemlich nach Rauch gestunken und in der Pause meinte der Counsellor zu mir, dass ich dem Rauchmelder bitte nicht zu Nahe kommen sollte, da der sonst noch losgehen würde.
Heute in Outdoor Ed haben wir die ersten 60 Minuten darüber geredet, wie man sich verhalten soll, wenn man auf einen Bär oder Puma trifft, was hier in Kanada, zumindestens abseits der großen Städte, nicht gerade selten ist. Meistens haben die Tiere mehr Angst vor uns als wir vor denen (glaube jetzt zwar nicht unbedingt, ich hab nämlich richtig Schiss vor denen, gerade nach dem unser Lehrer uns heute genaustens erläutert hat, was wir bei einem Angriff von einem Bär machen, oder viel eher nicht machen sollten) und zeigen sich dann auch nicht, doch wenn sie Essen riechen, könnte es gefährlich werden und dann entscheiden Kleinigkeiten über Leben und Tod. Oh mein Gott, worauf habe ich mich da nur eingelassen! Aber die ganzen Klassen vor mir haben das auch überstanden und unser Lehrer meinte, dass sie zwar immer mindesten einen Bären gesehen hätten, allerdings ist es auch ihm noch nie passiert, dass er sich gegen einen Bären verteidigen musste. Also braucht ihr euch nicht allzu große Sorgen um mich machen ;-)

Mit Nina und Christina in Victoria

Am Dienstag habe ich beschlossen, das ich die letzen beiden Stunden schwänzen werde. Warum? Nina, die mich schon vor zwei Wochen besucht hat, hat gerade Besuch von ihrer Cousine Christina und die beiden sind runtergekommen, um sich Victoria anzuschauen. Eine super Gelegenheit also, uns zu sehen, und dass ich eigentlich Unterricht gehabt hätte, hat auch keinen gestört. Nach Outdoor Ed habe ich mich also in den Bus nach Victoria gesetzt. Als erstes ging es dann gemeinsam durch Chinatown, das übrigens das Älteste in ganz Kanada ist, ehe wir beschlossen haben, dass wir an der kleinen Fish 'n' Chips Bude am Hafen, wo ich schon mit meinem Gastbruder war, was zu Mittag essen.

BILD0112

Frisch gestärkt ging es dann auf eine kleine Tour durch das Fairmont Empress. Am Ende gings noch in meine Liebslingsshoppingmall, ehe ich mich dann von den beiden verabschiedet habe, da Ninas Gastonkel die beiden wieder mit nach Hause genommen hat.

Dienstag, 30. März 2010

Nichts Neues

Nur ein kurzes Lebenszeichen von mir, in letzer Zeit ist nämlich nicht viel berichtenswertes passiert. Am Samstag war ich auf dem ersten Geburtstag meiner Gastcousine ( = zwei Stunden lang sich die CD "Die Tollsten Kinderparty Hits" oder so ähnlich anhören. Gerade als es bei Nummer 15/15 angekommen ist, war ich froh es endlich rumzuhaben, um dann bemerken zu müssen, dass der CD-Player auf automatische Wiederholung geschaltet ist...). Abends haben wir dann noch den Film "Planet 51" angeschaut.

Am Sonntag bin ich mit meiner Gastfamilie zum Island View Beach gefahren, wo wir eigentlich einen langen Spaziergang machen wollten, doch gerade als wir angekommen sind, fing es an zu regnen, sodass wir kurzfristig beschlossen haben, nach Victoria ins Kino zu fahren. Dort haben wir uns dann den Film "The Bounty Hunter" mit Jennifer Aniston und Gerard Butler angeschaut haben. War ziemlich lustig.

Heute war dann wieder Schule: Psychologie - an unseren Projekten arbeiten (jeder muss eine psychologische Studie durchführen), Outdoor Ed - Kanu fahren, Mathe - Trigonometrie und Foods - French Toast kochen.

Samstag, 27. März 2010

Parkland Cup

Endlich Freitag! - Während in Hessen jetzt die Osterferien anfangen, beginnt für mich nur das Wochenende. Aber besser als nichts! Nach dem frühen Schulschluss am Freitag, habe ich ausnahmsweise mal nicht das Fahrrad sondern den Bus nach Hause genommen um schneller zuhause zu sein. Von dort habe ich nur schnell meine Skijacke geholt und mich mit dem Bike auf den Weg zum Panorama Recreation Center gemacht, wo um 3:15 der Parkland Cup, ein Spiel zwischen unseres Schüler- und Lehrerteams stattfinden sollte. Ich hatte mich dort eigentlich mit Franzi und Franzi (zwei anderen Deutschen) und Miko, einer Kanadierin, verabredet, doch irgendwann saßen wir in einem ganzen Pulk von Kanadiern, die meisten aus meiner Outdoor Ed Class. Ashley, auch ein Mädel aus meiner Outdoor Ed Klasse, hatte Plakate und Stifte dabei, sodass wir Anfeuerungsplakate für die Lehrer gebastelt haben. Schon wieder ein Ding, was in Deutschland undenkbar wäre, welcher normale Schüler würde denn ein Plakat mit "Ich liebe Lehrer XY" hochhalten? :-) Hier ist das jedenfalls ganz normal, wir haben die Lehrer angefeuert und hatten dabei zusammen viel Spaß.
BILD0096df BILD0091 BILD0088rz

Es war eindeutig mehr los bei dem letzten Eishockeyspiel, wo die Parkland-Lehrer gegen die Lehrer von der North Saanich Middleschool gespielt haben. Rechts von uns saßen ein paar von den Parkland Lehrerinnen, die ihre männlichen Kollegen lautstark angefeuert haben. Genutzt hat es trotzdem nicht die Schüler haben 11:3 gewonnen. Und wie bei einem richtigen Eishockeyspiel, haben auch beim Parkland Cup die Prügeleien nicht gefehlt. Hier mein Outdoor Ed Lehrer, die Schiedsrichter und ein oder zwei Schüler in einer (ich nehme mal an simulierten) Prügelei.

BILD0108sd

Donnerstag, 25. März 2010

Vortrag

Als ich gestern zu meiner ersten Stunde, Psychologie, kam, hieß es, dass wir all unser Zeug im Raum lassen sollen, da wir ins Theater gehen würden, um uns einen Vortrag anzuhören. Als sich alle 11er Kurse in unserem Theater eingefunden haben, wurde uns zunächst ein Film über den Boston Marathon '82 und dessen spektakulären Endspurt. Danach kam Dick Beardsley auf die Bühne, einer der beiden Läufer, die sich diesen faszinierenden Endspurt geliefert haben. Er hat uns über sein Leben erzählt, wie er zur Lauferei gekommen ist, wie er seine zahlreichen Verletzungen überwunden hat, wie er medikamentenabhängig wurde und wie er da wieder rausgekommen ist. War sehr interessant und vorallem fesselnd und als der Vortrag schließlich vorbei war, konnte ich es gar nicht glauben, dass der ganze Block schon rum war.
Als ich dann nach der Pause zu Outdoor Education kam, hieß es ernuet, Sachen im Klassenzimmer lassen und ab ins Theater. In der ersten Stunde hatte ich nämlich Psychologie in Klasse 11 und in der zweiten Stunde hatte ich Outdoor Ed in Klasse 12 und da der Vortrag für die verschiedenen Stufen in verschiedene Stunden gelegt wurde, musste ich mir das ganze nochmal anhören, denn auf die Frage, ob ich nicht in die Bücherei gehen könnte, da ich den Vortrag schonmal gesehen habe, hieß es nur, dass sie angewiesen wurden, dass jeder Schüler aus dem Kurs mit muss.
Theoretisch hätte ich auch in meinem dritten Block mir auch nochmal den Vortag anhören können, da gab es nämlich eine Durchsage, dass alle grade 10 students bitte in das Theater kommen sollten, und da ich offiziell grade 10 bin, hätte das bestimmt keine gestört, doch zwei Mal den gleichen Vortrag sich anhören zu müssen, reicht meiner Meinung nach.

Status

Online seit 6222 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 12. Apr, 19:46

Profil
Abmelden
Weblog abonnieren