Kaum habe ich wieder Schule, komme ich schon wieder nicht hinterher mit dem Bloggen. Am Samstag hat der Wecker mal wieder ziemlich früh geklingelt, da eine Wanderung als Übung für den West Coast Trail auf dem Tagesprogramm stand. Mein Gastvater ist mit mir und Franzi, einer anderen Deutschen aus meinem Outdoor Education Kurs zum sogennanten "Bear Beach" (ich weiß nicht, ob so genannt wurde, weil es da so viele Bären gibt - wir haben jedenfalls keine gesehen). Ausgestattet wie die Hauptdarsteller in einer Jack Wolfsking Werbung und bepackt mit riesigen Trekkingrucksäcken, die wir mit Wasserflaschen, Zelt, Schlafsack und allem möglichen anderen Zeug gefüllt haben, damit wir schön viel Gewicht auf dem Rücken haben - bei mir waren es ganze 35 pounds! Den Rucksack den wir auf dem WCT dabeihaben werden, wiegt mindesten 40 pounds, aber es sollte ja auch nur eine Trainingswanderung sein. Die Wanderung führte über Stock und Stein ("Baumstamm und Felsen" würde es besser treffen), erst durch Wald, dann Strand, dann wieder Wald und schließlich noch ein Stück Autobahn. Unterwegs haben wir immer wieder sogenannte "Bear Boxes" gesehen, in die Camper alles mögliche, was Bären anlocken könnte (also eigentlich alles, was riecht) uber die Nacht versteckt, damit eben keine Bären angelockt werden.
Für die 9 km haben wir den ganzen Tag gebraucht, da wir schon mal unsere Zelte auf- und wieder abgebaut haben, auch als Übung für den WCT, und da es die ganze Zeit auf und ab, über Steine, Baumstämme und Wurzeln ging. Gegen 6 Uhr waren wir dann, völlig erschöpft,wieder zuhause und abends haben wir noch Avatar angeschaut, allerdings habe ich fast den kompletten Film verschlafen, da ich richtig müde war. EIn paar andere Fotos folgen noch, ich habe noch nicht alle auf meinen Computer übertragen.
Lau.ra - 24. Mär, 04:22
Alle Stunden waren heute nur 60 Minuten lang (normalerweise dauern sie 80 Minuten), da zwischen Block B und der Lunch-Pause eine sogenannte "Spirit Assembly" stattfinden sollte. Ich hatte vorher keine Ahnung, was das sein soll, also habe ich mich einfach mal überraschen lassen. In Block B hatte ich aber zunächst einmal Outdoor Education, was wie eigentlich jeden Tag ziemlich lustig war und wieder einmal bewiesen hat, dass es in Kanada Fächer gibt, die in Deutschland undenkbar wären. Heute stand nämlich Harz sammeln auf dem Programm. Und nein, ich bin nicht auf einer Baumschule! :-) Während meine Gruppe gestern Kanu fahren war, durfte die andere Gruppe sich schon auf die Suche nach dem Harz machen, sie sollten eine Art Eimer ca. zur Hälfte füllen, doch das haben sie nicht geschafft, sodass wir uns heute alle mit großen Joghurtbechern und Stöcken (wir hatten ja keinerlei anderes Werkzeug dabei!) auf den Weg in den Wald gemacht haben. Am Ende der kurzen Stunde hatten wir auch in bissl was an Harz zusammengekratzt und wer sich jetzt fragt, warum wir Harz brauchen: Morgen machen wir Streichhölzer wasserfest und dafür müssen wir Wachs schmelzen (Nein, das müssen wir uns zum Glück nicht aus Bienenstöcken holen :-) ) und um Wachs zu schmelzen machen wir ein Feuer und, da Harz ein guter Feueranzünder ist, benutzen wir das, was wir heute gesammelt haben.
Nach Outdoor Education war dann die Spirit Assembly. Wenn ich kurz beschreiben sollte, würde ich sagen, dass es wahrscheinlich mit unserem Abistreich ungefähr vergleichbar ist, auch wenn es nicht vom Abitursjahrgang sondern vom student's council organisiert wird und es davon 2-3 im Jahr gibt. Die ganze Schule hat sich in der Turnhalle versammelt und als erstes stand die vorstellung der Kandidaten für die "Mister Parkland-Wahl auf dem Programm. Eigentlich war es keine richtige Mister Wahl, ich denke eine Miss-Wahl würde es besser treffen, die vier kandidierenden Lehrer waren nämlich allesamt als Barbies verkleidet. So mussten sie dann ein paar verschiedene Spiele spielen, die eigentlich eher auf einen Kindergeburtstag gehören, so wie "Reise nach Jerusalem" mit verbundenen Augen, Marshmallow-Wettessen und Dreirad-Rennen. War ziemlich lustig mitanzuschauen :-) Am Ende hat dann ein Lehrer gewonnen und wurde zu Mister Parkland gekrönt. Zwischendrin gab es immer wieder andere Aktivitäten: Es wurde ein Film mit unserem Maskottchen, dem Parkland Panther, gezeigt, eine Diashow mit Bildern rund um Schule und Schüler, das Basketball-Team wurde für besondere Leistungen geehrt und auch die Schüler hatten die Möglichkeit bei "Kindergeburtstagsspielen" mitzumachen. Das ganze hat ca. 1 1/2 Stunden gedauert und war ziemlich lustig.
Lau.ra - 19. Mär, 05:28
7 Uhr morgens - eigentlich sollte der Wecker jetzt klingeln, tut er aber nicht, vielleicht doch, aber ich höre es nicht... 20 Minuten später wache ich auf und merke, dass ich verschlafen habe. Also schnell fertig machen, Frühstück auf dem Weg runterschlingen, denn die Schule hat heute bei mir nach dem gut einwöchigen Spring Break wieder begonnen. Inzwischen fahre ich übrigens mit dem Fahrrad, das mir meine Gastfamilie zur Verfügung stellt, in die Schule, einmal weil ein bisschen Morgensport nicht schaden kann und zum anderen, da die Buszeiten nachmittags nicht gerade günstig sind. Nach Judo musste ich beispielsweise immer 50 Minuten auf den nächsten Bus warten, der dann noch nicht mal in der Nähe von meinem Haus hält, sodass ich immer noch ein Stück laufen musste. Mit dem Fahrrad brauche ich ungefähr 20 Minuten, der Bus braucht genau 18, wenn er nicht zu spät kommt. Die Schule beginnt hier um 8:20, Luxus, vielleicht für deutsche Verhältnisse, aber im Vergleich zu anderen kanadischen Schulen ist das richtig früh.
Heute morgen war dann also wieder Schule. In Outdoor Education haben wir heute eine kleine Wanderung durch die Straßen von Sidney mit den Kanus auf unseren Schultern gemacht, um unsere Rückenmuskulatur für den West Coast Trail zu trainieren. In Foods hatten wir heute unsere Präsentationen über südostasiatische Küche, wo sich jeder ein Land raussuchen musste und dessen Küche vorstellen musste. Mein Land war Vietnam und meine Präsentation war ganz ok, ich glaube ich habe ein bisschen viel abgelesen, aber ich glaube, das hat keinen gestört.
Lau.ra - 17. Mär, 03:18
Auf heute habe ich mich ganz besonders gefreut. Meine Freundin Nina (für alle die sie nicht kennen: wir sind schon seit dem Kindergarten befreundet), die ihr Auslandsjahr in Comox, das liegt ca. 3 Stunden mit dem Auto entfernt, verbringt, kam heute zu Besuch. Sie ist mit ihrer Gastfamilie, die auf einem Geburtstag in Sidney eingeladen ist, mitgekommen und zusamen werden wir das Wochenende verbringen. Heute Mittag habe ich ihr zuerst die Stadt und meine Schule gezeigt, ehe wir wegen des schlechten Wetters beschlossen haben, shoppen zu gehen. Also sind wir mit dem Bus nach Victoria gefahren, doch wir hatten soviel Gesprächsstoff, dass wir erstmal die Bushaltestelle verpasst haben und das erst bemerkt haben, als wir in Downtown Victoria angekommen sind :-) Schließlich sind wir aber doch noch angekommen und haben dort zwei Stunden verbracht. Anschließend sind wir nach Sidney gefahren, haben uns im Supermarkt (knsuprige!) Brötchen und halbwegs normalen Käse gekauft, haben uns am Meer in ein kleines Pavillion gesetzt und gemeinsam unser Abendessen genossen.
Lau.ra - 14. Mär, 05:14
Eigentlich ist in den letzten Tagen nichts wirklich Spannendes passiert, ich habe hier schon Ferien und muss erst nächsten DIenstag wieder in die Schule. Gestern war ich mit einer Freundin in "Alice in Wonderland", den Film fand ich allerdings ein bisschen verwirrend und das lag nicht unbedingt an Sprachproblemen. Wir haben hier in Sidney ein kleines süßes Kino mit einem Saal, kein Vergleich also zu den riesigen Kinos in Frankfurt.
Heute war ich mit meinem Gastbruder in Victoria. Erst haben wir bei super Wetter an einer kleinen Fish 'n' Chips Bude direkt am Hafen zu Mittag gegessen, ehe wir dann in eine Art Billiard-Bar gegangen sind, wo er mir Billiard beibringen wollte. Am Anfang war ich grauenvoll schlecht, aber mit der Zeit habe ich mich gebessert und dann hat es auch ziemlich viel Spaß gemacht.
Lau.ra - 11. Mär, 03:18
Am nächsten Tag sind wir wie gesagt nochmal zum Pike Place Market gegangen und haben uns die vielen verschiedenen Stände angeschaut. Dort gibt es wirklich alles: Fisch, Gemüse, Cafes, Souvernirs & anderes Krimskrams, Blumen und jede Menge Restaurants. Gegen Mittag haben wir uns an einem der Stände ein richtiges knackiges Baguette und ein Stück Brie gekauft und sind zu einem Park am Meer gegangen, wo wir es uns gemütlich gemacht und zu Mittag gegessen haben. Leider war das Wetter nicht mehr ganz so schön wie am Vortag, aber immerhin hat es nicht geregnet. Nach dem Essen sind wir dann zum nahegelegenen Seattle Aquarium gegangen, was wirklich richtig sehenswert ist: so viele verschiedene Fische, Quallen, Seesterne, Korallen, Otter, Seelöwen und ganz viele andere interessante Sachen, wie zum Beispiel eine Art Tauch-Show, wo einem ein Taucher in einem der Aquarien alles Mögliche über die darin lebenden Fische über Mikrofon erklärt. Nachdem wir dort ca. 2 h verbracht haben, sind wir zu einer Cheesecake Factory gegangen, die wirklich mindestens 40 verschiedene Sorten an Käsekuchen auf der Speisekarte hat. Ich hatte einen Vanille-Käsekuchen und der war wirklich total lecker!
Von dort aus sind wir zur
Bücherei von Seattle gegangen, die aufgrund ihrer eindrucksvollen Architektur auf jeden Fall sehenswert ist. Anschließend wollten wir eigentlich zum Science Fiction Museum gehen, doch auf dem Weg dahin sind wir am Pacific Science Center vorbeigekommen, was auch sehr interessant aussah, also sind wir da reingegangen. Da wir nur noch eine Stunde Zeit hatten, bis das Museum schloss, konnten wir leider nicht alles sehen, aber das was wir gesehen haben, war wirklich interessant. Wir waren in einer Insekten-, Dinosaurier- und in einer Mars-Ausstellung und zu jedem Thema gab es jede Menge Zeugs, das man auch selber ausprobieren konnte.
Abends sind wir zum Abschluss noch in ein tolles marrokkanisches Restaurant gegagen, ehe wir in unser Hotel zurückgekehrt sind und die Koffer für den nächsten Tag gepackt haben, da wir schon um 7 Uhr morgens an der Fähre sein mussten. Um ca. halb 11 hat mein Gastvater dann bemerkt, dass die Decke in unserem Hotelbad tropfte und deswegen mussten wir für unsere letzte Nacht noch mal in ein anderes Zimmer umziehen, was eine Weile gedauert hat, sodass wir relativ spät erst ins Bett gegangen sind und heute Morgen dann auch dementsprechend müde waren. Die Fahrt zurück ging auch ziemlich schnell, nur das Wetter spielte ein bisschen verrückt: Als wir in Seattle losgefahren sind, hat es geregnet, auf der Fahrt und auch in Victoria was Sonnenschein, und kaum haben wir das Fährenterminal verlassen fängt es an zu schneien! Und das obwohl wir am Samstag noch kurzärmlig rumgelaufen sind! Wirklich verrückt.
Lau.ra - 9. Mär, 07:32
Direkt nach dem "Be A Tourist In Your Own Hometown" sind meine Gasteltern und ich von Victoria aus mit der Fähre nach Seattle gefahren. Die Fahrt dauert ungefähr 2 1/2 Stunden und da wir abends gefahren sind, konnte ich ein paar tolle Fotos vom Sonnenuntergang machen:
In Seattle angekommen haben wir nur schnell ins Hotel eingecheckt, haben bei einem super Thai-Restarant zu Abend gegessen und sind dann schlafen gegangen.
Heute Morgen haben wir dann so gegen 9:30 das Hotel verlassen und haben uns zu Fuß auf Richtug Space Needle gemacht. Die Fahrt nach oben mit dem Aufzug ist mit 17$ nicht gerade billig, allerdings lohnt sich der Ausblick allemal:
Danach sind wir mit dem Zug nach Downtown gefahren, wo wir erstmal zum Leidwesen meines Gastvaters eine gute Stunde Power-Shopping gemacht haben. Nach dem Mittagessen sind wir zum Pike Place Market gegangen, einem berühmten Marktplatz, wo u.a. die erste Starbucksfiliale zu finden ist. Auf dem Pike Place Market gibt es hauptsächlich Fisch, andere Lebensmittel und Blumen zu kaufen, aber auch eine große Mall ist dort zu finden. Wir waren allerdings nur kurz da, weil es total überfüllt war (vielleicht wegen dem wunderschönen Frühlingswetter?). Morgen gehen wir aber nochmal früher hin.
Danach war es aber auch schon fast Abend und da wir alle ziemlich erschöpft von dem ganzen Rumgelaufe waren, sind wir vor dem Abendessen zurück ins Hotel gegangen, um uns ein bisschen auszuruhen. Morgen haben wir dann nochmal einen kompletten Tag hier in Seattle, ehe es am Montag Morgen mit der Fähre wieder nach Hause geht.
Lau.ra - 7. Mär, 05:30
Ich hab viel zu berichten, da ich die letzen Tage nicht dazu gekommen bin. Also am Donnerstag und am Freitag habe ich zusammen mit einer Freundin Schule geschwänzt, was hier überhaupt kein Problem ist, da wir Karten für ein Event namens "Be A Tourist In Your Own Hometown" hatten. Für 10$ bekommt man eine Art Gutscheinheft, mit dem man in fast allen Touristenattraktionen in der Umgebung von Victoria freien Eintritt oder zumindestens Rabatt bekommt. So waren wir in den letzten zwei Tagen im Wachsmuseum, im Unterwassermuseum, im Heimantmuseum, auf einer Stadtrundfahrt durch Victoria, in einem Museum für Edelsteine, im Schmetterlinggarten, auf einer Hafenrundfahrt und in einer Art Miniaturwelt-Ausstellung. Am Donnerstag waren meine Freundin und ich alleine unterwegs, am Freitag waren dann noch meine Gastmutter, -oma, - cousine und -onkel dabei. Hier sind noch ein paar Fotos:

Lau.ra - 7. Mär, 02:20
Am Montag bin ich nach der Schule noch da geblieben, da ich mal schauen wollte, ob ich bei Fußballtraining meiner Schulmannschaft mitmachen kann. Das war auch überhaupt kein Problem, allerdings wurde ich, da ich hier in Stufe 10 (Ich habe aber alle meine Fächer in 11 und 12), ins Junior Team gesteckt und nicht in Senior Team, wo ich einige von den Spielerinnen schon aus dem Unterricht kenne. Das Training war gut und ich wurde gleich für ein Spiel am nächsten Tag eingeladen. Das Spiel war auch gut, wir haben gegen das Team der Stelly's Secondary gespielt, das ist unsere Nachbarschule, also wars eine Art Derby ;-) Allerdings gabs einen Absprachefehler zwischen den beiden Schulen, sodass Stelly's dachte, dass das Seniorteam gegen das Seniorteam spielt, und unsere Schule dachte, dass Junior gegen Junior und Senior gegen Senior spielt. So hatten wir dann eben ein gemischtes Team (mit ca. 20 Auswechselspielern), aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Schade ist nur, dass zwar nicht das Training, aber die Fußballspiele sich mit meinem Judotraining überschneiden, sodass ich wahrscheinlich nicht allzuoft bei den Spielen dabei sein werde.
Lau.ra - 4. Mär, 03:31
Mir blieb am Donnerstag Abend gerade noch so Zeit, mein Zeug auszupacken und neu zu packen, denn am Freitag Morgen haben mein Gastvater und ich die Fähre nach Vancouver um 6 Uhr morgen genommen, das hieß 4:30 aufstehen. Meine Gastmutter ist nicht mitgekommen, da sie immer noch krank ist.
Ich habe mich riesig auf den Tag gefreut, doch leider wurde ich ziemlich enttäuscht. Mein Gastvater wollte an der Fähre einen entfernten Bekannten und dessen Freund treffen (wenn ich das richtig mitbekommen habe, dann war das sein Mechaniker), nur um "Hallo" zu sagen zuerst. Dann hieß es, dass wir mit denen von der Fähre zum Bahnhof fahren und schließlich haben wir dann irgendwie den ganzen Tag mit denen verbracht. Das wäre ja nicht so schlimm gewesen, aber ich konnte diese Typen schon von Anfang an nicht leiden und irgendwie hatten die auch nicht so wirklich einen Plan, was sie machen wollten. Also wurde ich zuerst mal mit ins Casino geschleppt, wo diese beiden Bekannten unbedingt hinwollten. Als die dann endlich fertig waren, inzwischen war es 11 Uhr, haben wir beschlossen mal Richtung Downtown zu fahren. Dort haben wir dann das Olympische Feuer gesehen, was eigentlich richtig cool war, wären da nur nicht diese Menschenmassen. Vancouver war richtig überfüllt und für die ganzen "olympische Attraktionen" (mir fällt jetzt kein besseres Wort dafür ein, aber es gibt da ganz viele kostenlose Aktionen, rund um das Gastgeberland und einige andere Länder) musste man sich in kilometerlange Warteschlangen stellen. Als nächstes sind wir dann ins deutsche Zelt gegangen, angeblich für mich, allerdings gabs da nicht wirklich viel, außer völlig überteuerter deutscher Bratwurst und Bier, wovon sich meine drei männlichen Begleitungen erstmal ein genehmigt haben. Da es dann schon lunchtime war, wurde ich in das Pub nebenan geschleppt und, da man hier 19 sein muss, um ein Pub auch nur betreten zu dürfen, wurde ich für 20 ausgegeben, ich glaube, die Bedienung hat das nicht wirklich geglaubt, aber naja...
Danach wollten wir endlich mal ein bisschen mehr von Olympia und den Festivitäten drumherum sehen, also haben wir uns auf den Weg gemacht, Richtung Robson Square, das ist dieser Platz, der überall In den TV Berichterstattungen über die Olympiade gezeigt wird. Auf den Weg dahin haben wir uns allerdings ein bisschen verlaufen, da wir immer noch mit diesen zwei Typen zusammen waren und irgendwie hatten die nicht wirklich einen Plan davon, wo es langgeht, also sind wir fast 1 1/2 Stunden im Dauerregen durch die Gegend gerannt. Meine Stimmung war auf dem Tagestiefpunkt. Am Robson Square angekommen, haben wir uns ein bisschen was von einer Akrobatic Show angeschaut, allerdings waren da so viele Menschen, dass man kaum was sehen konnte. Schließlich sind wir noch Richtung Stadion gelaufen, allerdings gabs da auch nicht viel zu sehen, aber nebenan war ein anderes Casino, wo die beiden Bekannten von meinem Gastvater reingehen wollten. Diesmal wollten sie mich dort (zum Glück) nicht reinlassen, sodass wir uns endlich von ihnen getrennt haben. Mein Gastvater und ich haben uns dann aber auch schon auf den Weg zur Fähre gemacht, da die ziemlich außerhalb von Vancouver ablegt. Wir haben fast 2 Stunden mit dem Bus gebraucht und dann auch noch die erste Fähre verpasst, sodass wir nochmal warten mussten. Wir haben die Fähre von Vancouver nach Nanaimo genommen, das ist ca. 2h entfernt von meinem Wohnort, da lebt nämlich meine Gastschwester, die wir besuchen wollten. Um 9 sind wir in Nanaimo angekommen, wo uns meine Gastschwester von Hafen abgeholt hat und mir mitgeteilt hat, dass meine Gastmutter, die mit dem Auto von zuhause aus nach Nanaimo gefahren ist, meinen Koffer zuhause stehen lassen hat...
Also schnell nochmal zur Drogerie, Zahnbürste usw. kaufen. So gegen 11 bin ich dann endlich, totmüde, bei meiner Gastschwester in der Wohnung, ins Bett gefallen.
Der Grund für unseren Besuch in Nanaimo war ein Familien-Curling Turnier, an dem meine Gastfamilie teilnehmen sollte. Am nächsten Morgen haben wir uns also auf den Weg zu dem Curling Center gemacht, wo das ganze stattfinden sollte. Das Curling Turnier ging über den ganzen Tag und da ich nicht mitmachen konnte / wollte (ich war ziemlich angeschlagen, weil ich erkältet war), war das ganze ziemlich langweilig...
Schade eigentlich hatte ich mir mehr von dem Wochenende erhofft, aber ich bin sicher, dass ich bestimmt noch einmal die Gelegenheit haben werde, nach Vancouver zu kommen, wenn auch nicht während den Olympics. Viel gesehen von dem "olympischen Fieber" habe ich nicht wirklich, das einzige war das olympische Feuer, doch es gab noch eine Menge mehr, dass ich hätte sehen wollen. Ich denke, wenn meine Gastmutter mitgewesen wäre, wäre das ein bisschen anders gelaufen, aber naja...
Fotos folgen irgendwann noch, ich hab es bis jetzt noch nicht geschafft, sie auf meinen Comuter zu übertragen.
Lau.ra - 2. Mär, 04:05
Am Mittwoch nach der Schule haben sich die Internationals auf den Weg nach Courtenay, das direkt neben dem Mt. Washington liegt, gemacht. Um 19:30 sind wir dann in unserem Hotel angekommen und nach der Zimmereinteilung und ein paar Einkäufen für den nächsten Tag sind wir relativ früh auf unsere Zimmer gegangen, da uns der Bus am nächsten Tag schon um 7:45 zum Mt. Washington bringen sollte. In der Nacht hatte es geschneit, sodass wir am nächsten Morgen zwar Neuschnee vorfinden konnten, allerdings sah das Wetter nicht so berauschend aus. Im Tal war es zwar ganz ok, aber oben auf dem Berg war es ziemlich neblig. Was besonders lustig war: Manche von den Brasilianern hatten noch nie in ihrem Leben Schnee gesehen und die haben sich wie kleine Kinder gefreut, das war richtig süß :-)
Nachdem dann wir unsere Ausrüstung und Skipässe bekommen hatten, mussten die Anfänger zum Skikurs gehen, während die anderen, die schon Skifahren konnten, sich gleich alleine auf den Weg machen konnte, das Skigebiet zu erkunden. Ich habe mich mit ein paar anderen zusammengetan und auf gings.
Der Schnee war super, die Pisten leer und bis zum Mittagessen hat es riesigen Spaß gemacht. Nach dem Mittagessen sollten wir uns eigentlich zum Skikurs treffen, aber da uns gesagt wurde, dass wir zwar hingehen müssen, aber uns niemand kontrolliert, haben wir beschlossen, den Skikurs zu schwänzen und da waren wir wohl nicht die einzigen, denn zur vereinbarten Zeit waren wohl nur drei Leute versammelt, sodass der Skikurs für die Fortgeschrittenen abgesagt wurde ;-)
Am Nachmittag hat es sich dann leider so zugezogen, dass überall nun Nebel war und man konnte kaum noch was erkennen. Trotzdem war es noch ziemlich lustig unsere Gruppe, die anfänglich aus vier Leuten bestand, war jetzt auf ca. 15 Leute gewachsen. Wir hatten zwar nicht alle das gleiche Tempo und wir mussten auch immer mal wieder auf Leute, die hingefallen sind, warten, aber es war trotzdem richtig gut. Um 3 Uhr am Nachmittag haben wir uns dann wieder am Bus getroffen, der uns vom Berg direkt wieder nach Hause gefahren hat, wo wir dann abends angekommen sind.
Hier noch ein paar Bilder:

Lau.ra - 28. Feb, 20:45
Wie ich schon im vorherigen Beitrag geschrieben habe, ist es schwierig hier anderes Brot als Toastbrot zu bekommen. Das ist ziemlich ungesund und macht nicht wirklich satt, denn selbst wenn man 5 Scheiben gegessen hat (ich will nicht wissen wie viele kcal das hat...) hat man immer noch Hunger. Zwar gibt es hier Brötchen zu kaufen, die lassen sich aber auf ungefähr 1 cm² zusammenfalten und gehen dann nach einer Zeit von selbst wieder auf die ursprüngliche Größe zurück, aber irgendwie haben die keinen Eigengeschmack. Heute nach der Schule habe ich mir also ein
Rezept aus dem Internet gesucht, was ich heute ausprobiert habe. Ist kinderleicht und schmeckt auch gut. Hier mein Ergebnis:
Die nächsten Tage werde ich vermutlich nicht dazu kommen, einen neuen Blogeintrag zu schreiben, da ich am Mittwoch mit den anderen International Students nach Mt. Washington zum Skifahren fahre, am Donnerstag Abend komme ich dann zurück, am Freitag geht's mit meiner Gastfamilie auf der ersten Fähre nach Vancouver und von dort aus geht es dann über's Wochenende weiter nach Nanaimo, wo wir meine Gastschwester besuchen. Mir stehen also ereignisreiche Tage bevor!
Lau.ra - 23. Feb, 06:39
Jetzt lebe ich genau schon drei Wochen hier und mir sind schon ein paar Dinge aufgefallen, die es in Deutschland so nicht gibt.
- Man bedankt sich beim Busfahrer, wenn man aus dem Bus aussteigt.
- Busfahrer sind viel netter und hilfsbereiter als in Deutschland, wo man häufig unrasierte, dickbäuchige und miesgelaunte Busfahrer antrifft. Am Anfang wusste ich nie, wo ich aussteigen musste (im Dunkeln habe ich immernoch ein Problem damit, die richtige Bushaltestelle zu finden...), aber die Busfahrer hier sind alle total hilfsbereit und bis jetzt bin ich überall richtig angekommen.
- Das Schüler-Lehrer-Verhältnis ist ein ganz anderes als in Deutschland. Darüber hatte ich ja schon in ein paar voherigen Blogeinträgen berichtet.
- Busse kommen NIE pünktlich. Es kann sein, dass sie 5 Minuten früher kommen, allerdings kann es auch sein, dass der Bus 10 Minuten Verspätung hat. Am besten immer 10 Minuten vorher da sein.
- Es gibt kein anderes Brot als Toastbrot, Salatsauce kommt aus der Flasche, Pfannkuchen sind 2 cm dick, kein Kuchen hat wegen Zuckerglasur unter 2000 kcal und im Supermarkt gibt es Sprühbutter zu kaufen.
- In der Schule ist es kein Problem zu spät zu kommen, man kommt einfach rein und setzt sich hin, ohne sich dafür zu entschuldigen. Die Türen sind meist auch die ganze Stunde offen, damit Leute, die zu spät kommen nicht erst anklopfen müssen.
- Du bist nicht unbedingt auf einer Walldorfschule, wenn du Fächer wie Tanzen, Kochen oder Outdoor Education auf deinem Stundenplan hast.
- Niemand kann meinen Nachnamen aussprechen ;-) Das scheint hier ein wirklicher Zungenbrecher zu sein.
Lau.ra - 21. Feb, 06:12
...erzähle ich mal ein bisschen von dem Wetter hier. Ich sitze gerade, während ich diesen Blogeintrag schreibe, im T-Shirt auf der Terasse und genieße die Sonne, die meinen Rücken wärmt. Wir haben hier in Sidney das schönste Frühlingswetter, die Blumen kommen raus, es riecht nach frisch gemähten Gras, weil der Nachbar den Rasen mäht, und die Seemöwen fliegen in der Luft. Wer also genug von dem ewigen Tauwetter in Deutschland hat, der setze sich doch am besten in den nächsten Flieger nach Kanada!
Und hier noch etwas zum neidisch machen: Das hier ist eine
Werbung, die während der Olympiade die ganze Zeit im Fernseher läuft. Würde mich nicht wundern, wenn manche von euch, nachdem sie dieses Video gesehen haben, mit dem Gedanken spielen, auszuwandern. ;-)
Lau.ra - 19. Feb, 23:09
Die meisten fragen sich jetzt wahrscheinlich, was diese Überschrift bedeutet und die wenigsten können mit dem Namen etwas anfangen. Deswegen hier die Auflösung. Die "Arrogant Worms" sind eine Art Comedy-Band, die sich in ihren Liedern über kanadische Eigenheiten lustig machen. Meine Gastfamilie hatte schon vor meiner Ankunft Karten gekauft und hatten netterweise eine für mich mitbestellt. Gestern Abend sind wir also nach Victoria gefahren, wo in einer Kirche (etwas merkwürdiger Ort für eine Comedy-Show, aber naja) die Show stattgefunden hat. Ich hatte ein paar Probleme mit dem Verstehen, weil die Lieder teilweise ziemlich schnell waren und zum anderen, da das Trio sich hauptsächlich über kanadische Eigenheiten lustig gemacht habe, von denen ich noch nicht so viel gehört habe. Trotzdem war das, was ich verstanden habe, ziemlich lustig.
Hier mal ein kleiner Eindruck, das Lied haben sie auch gestern gesungen, da hab ich auch das meiste verstanden, der Text ist auch nicht so schwer :-)
Lau.ra - 19. Feb, 19:38
Meine Foods - Klasse hat sich gestern Morgen am Mary Winspear Center in Sidney getroffen, um so eine Art soziale Arbeit zu verrichten. Kanadische Schüler müssen, um ihren High School Abschluss zu machen, nämlich mindestens 60 Stunden gemeinnützige Arbeit vorweisen können, damit sie bestehen. In diesem Center fand gestern wohl irgendeine Award-Verleihung für den engagiertesten Mitarbeiter einer Organisation namen "Heart of the Community" statt und unser Kurs sollte dabei helfen, das über die Bühne zu bringen. Am Anfang war das noch ganz schön, wir mussten Blumen zu Sträußen zusammenstecken, aber als wir damit fertig waren, sollten wir beim Catering aushelfen und das war nicht so lustig. Dieser Catering-Service bestand aus vier Mitarbeitern, naja eigentlich drei, denn der Ehemann der Chefin hat nur in der Ecke der Küche gesessen und geschlafen. Ich weiß nicht genau, wie diese Veranstaltung, bzw. das Catering, verlaufen wäre, wenn wir zehn Schüler nicht da gewesen wären, denn wir haben wirklich ALLES gemacht. Das Essen vorbereitet, serviert, die Tische gedeckt, die Getränke ausgeteilt, gekellnert und anschließend wieder aufgeräumt. Dabei ist die alte Catering-Chefin immer hinteruns hergerannt und hat fast alles kritisiert, was wir gemacht haben. (Von den Deutschen im Kurs liebevoll "alte Schreckschraube" genannt.) Am Ende dieser Veranstaltung kamen wir uns alle ein bisschen ausgenutzt vor, denn unter ehrenamtlicher sozialer Arbeit verstehe ich eigentlich etwas anderes als für ein Catering-Unternehmen zu arbeiten, das immerhin noch dafür bezahlt wurde. Das gute an der ganzen Aktion war, dass wir schon um 2 Uhr nach Hause gehen konnten und ich habe mit einer Freundin beschlossen, das auszunutzen und wir sind nach Victoria gefahren, wo wir noch einen schönen Nachmittag hatten
Lau.ra - 19. Feb, 01:28
Kaum bin ich zwei Wochen hier, hinke ich mit meinen Berichten hinterher. Naja jetzt habe ich gerade ein bisschen Zeit und ich fange am Besten mal mit Samstag an. Samstag war komplett Shoppingtag, ich brauchte dringend Wanderschuhe, einmal, da meine Gastfamilie richtige Wanderfreaks sind und fast jedes Wochenende wandern gehen, und zum anderen, da wir am Ende des Schuljahres (wahrscheinlich Ende Mai / Anfang Juni) mit meiner Outdoor Education Klasse einen Großteil des berühmten
West Coast Trail wandern werden. Das wird zwar ziemlich hart werden, der Trail soll ziemlich anspruchsvoll sein und alles, was wir für diese fünf Tage brauchen werden, tragen wir in unserem Rucksack mit uns herum und außerdem haben wir noch Kanus dabei, da wir die ersten zwei Tage nicht wandern sondern Kanufahren gehen, aber ich denke, das wird eine super Sache, wo ich ganz viele tolle Erfahrungen und Erlebnisse machen kann. Wanderschuhe habe ich bekommen, die ich am Sonntag Morgen gleich einweihen konnte, ich bin nämlich zusammen mit ganz vielen "Gastverwandten" auf einen nahegelegenen Berg gewandert, von dem man eine super Aussicht über die Halbinsel, das Meer und die nahegelegenen Inseln hatte.
In Psychologie haben wir heute einen Test geschrieben. Tests sind hier nicht etwa nur so ca. 10 Minuten lang, wie sie in Deutschland sind, man kann sie eher mit Klausuren vergleichen, denn sie gehen die komplette Stunde und die ist 80 Minuten lang. Was noch anders ist als in Deutschland: Man darf sein Heft benutzen! Ich dachte erst, das sei ein Scherz und ich hab den größten Teil meines gestrigen Nachmittags damit verbracht für diesen Psychologie-Test zu lernen, aber wir durften während dem Test heute unser Heft benutzen! Unglaublich, aber wahr!
In Outdoor Ed waren wir heute zum ersten Mal richtig Kanu fahren (d.h. wir saßen IM (!) Kanu und mussten es nicht irgendwie abschleppen oder so) und wir haben die verschiedenen Paddelmethoden gelernt. Auch wenn ich ziemlich unbegabt war und unser Kanu permanent die anderen Kanus gerammt hat, war das ganze ziemlich lustig. In Foods haben wir heute anlässlich des chinesischen Neujahrs Wan Tans gemacht, allerdings war das eher Nebensache, da während unserer Foods-Stunde das kanadische Frauen-Eishockeyteam gespielt hat und da Eishockey hier Nationalsport ist, hat das jeder einschließlich unserer Lehrerin geschaut. Den ganzen Tag werden hier nämlich auf den Fernsehern, die hier überall in der Schule hängen (bis heute hatte ich die überhaupt nicht bemerkt, sonst wird da wohl immer der Vertretungsplan angezeigt), sämtliche olympischen Wettkämpfe übertragen.
Das kanadische Team hat übrigens 10:1 gegen die Schweiz gewonnen.
Lau.ra - 16. Feb, 01:27